Internationale Kontakte zwischen Nienburg und Nazareth

Die Stadt Nienburg vertieft ihre internationalen Kontakte mit der israelischen Stadt Nazareth. Bereits vor zwei Jahren besuchte der Fußballverein Al-Nahda die Weserstadt, im nächsten Jahr soll ein weiterer Besuch folgen. Eingeleitet hat diese internationalen Kontakte Stadtratsmitglied Karim Iraki. Der gebürtige Palästinenser besuchte erst vor wenigen Wochen mit seiner Familie Nazareth und traf dort verschiedenste Entscheidungsträger und Amtsinhaber. Dabei wurden Geschenke und Gedanken über eine intensivere zukünftige Zusammenarbeit beider Städte ausgetauscht. Nazareths Oberbürgermeister Ali Salam hatte Iraki zwei Stadtmedaillen, ein Gemälde auf Porzellan und ein Schreiben mit auf den Weg nach Deutschland gegeben. Diese Geschenke übergab Iraki nun Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes und Jan Wendorf, dem Vorsitzenden des Vereins „Nienburg – Freundschaften weltweit“.

 

„Wir freuen uns über die internationalen Kontakte und die Mühen von Karim Iraki“, so Onkes. Eine mögliche Städtepartnerschaft mit Nazareth schließt er zwar nicht aus, will hier aber nicht voreilig handeln: „Wenn sich zwei Städte annähern, geht es vor allem um die Menschen, die zueinander finden. In diesem Prozess befinden wir uns aktuell“, so der Bürgermeister. „Eine Städtepartnerschaft lebt von einem lebendigen Miteinander. Dies muss mittel- und langfristig gelebt werden und soll nicht nur eine Urkunde an der Wand sein. Der Austausch der sportlichen Aktivitäten soll nun ja fortgesetzt werden und genau dies ist der richtige Weg“, ergänzt Wendorf.

 

Sollte eine Städtepartnerschaft zwischen den Städten irgendwann zustande kommen, müsste dies der Nienburger Stadtrat mehrheitlich beschließen. Der nächste Austausch der beiden Städte ist für den kommenden Sommer 2018 geplant: Die Fußballmannschaft Al-Nahda Nazareth wird eine Woche an der Weser verbringen und hier gemeinsam mit dem SBV Erichshagen und dem ASC Nienburg Freundschaftsspiele absolvieren.

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