PCB-Belastung in Gutenbergschule

In zwei Räumen der Gutenbergschule in Hoya ist eine erhöhte Konzentration polychlorierter Biphenyle (PCB) festgestellt worden. Die Kreisverwaltung prüft derzeit in enger Abstimmung mit Schulleitungen, Schulelternrat und Landesschulbehörde mögliche Handlungsalternativen.

Erste Raumluftuntersuchungen während der diesjährigen Osterferien hatten zunächst keine Auffälligkeiten ergeben. Da sich die gemessenen Werte abhängig von den klimatischen Raumluftverhältnissen verändern können, wurden in den Herbstferien Wiederholungsmessungen durchgeführt. Dabei wurden in zwei Räumen Werte gemessen, die oberhalb des Vorsorgewertes liegen. Zusätzlich wurden auch in den Fluren PCB-haltige Fugenmassen vorgefunden.

Polychlorierten Biphenylen werden zwar verschiedene gesundheitsgefährdende Wirkungen zugeschrieben. Da die in der Gutenbergschule ermittelte PCB-Belastung allerdings weit unter dem Eingriffswert liegt, ist von einer akuten Gesundheitsgefährdung für Schülerinnen und Schuler, Lehrerschaft und Verwaltungsmitarbeiter derzeit nicht auszugehen.

Um eine Gesundheitsgefährdung aber gänzlich auszuschließen, hatte die Kreisverwaltung vorgeschlagen, den Schulbetrieb vorübergehend in den leerstehenden Räumen der Friedrich-Fröbel-Schule in Nienburg fortzusetzen.

Sowohl die Schulleiter als auch der Schulelternratsvorsitzende der Gutenbergschule haben sich gegen diese Lösung ausgesprochen und ziehen es vor, das Gebäude zunächst weiter zu nutzen, insbesondere um die Gutenbergschule nicht aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen. Sie setzen auf die konsequente Umsetzung eines strengen Lüftungs- und Reinigungsplans, um die Konzentration der PCB im Gebäude möglichst gering zu halten.

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