Mittelweserbus zieht Konsequenzen – Subunternehmer gekündigt

30.01.2018 – Die „MittelWeserBus“ GmbH hat die anhaltenden Probleme im öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere auf den Buslinien 40, 42 und 53, auf Drängen des Landkreises Nienburg zum Anlass genommen, die Zusammenarbeit mit einem aus Wunstorf stammenden Subunternehmer kurzfristig zu beenden. So übernimmt die „MittelWeserBus“ GmbH einen Großteil der Fahrleistungen ab dem 2. Februar selbst, restliche Kontingente folgen zum 1. März.

Bereits bei der Vergabe des sogenannten „Linienbündels 2“ im Sommer 2017 hatte die Kreisverwaltung erhebliche Bedenken gegen die Beauftragung des Subunternehmers durch die „MittelWeserBus“ GmbH geäußert. Eine rechtssichere Möglichkeit, den Subunternehmer abzulehnen, bestand damals jedoch nicht.

In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Beschwerden über verspätete oder gar ausgefallene Busse die Nerven nicht nur vieler Eltern schulpflichtiger Kinder strapaziert. Auch anderen Fahrgästen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verkehrsgesellschaft im Landkreis Nienburg (VLN) waren die Einschränkungen am Ende nicht mehr zuzumuten.

„Leider war kein nachhaltiger Aufwärtstrend erkennbar. Der Landkreis musste handeln“, fasst Kreisrat Lutz Hoffmann die Entwicklung der letzten Wochen zusammen. „Ich bin zuversichtlich, dass durch die Übernahme der Linien durch die „MittelWeserBus“ GmbH wieder Verlässlichkeit in den öffentlichen Personenverkehr zurückkehren wird. Die „MittelWeserBus“ GmbH hat unsere Kritik offen und konstruktiv aufgenommen und diesen Prozess mitgetragen.“
Die Kreisverwaltung bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Dem jetzigen Eingreifen des Landkreises waren Dutzende von Überprüfungen und Stichproben vor Ort vorausgegangen. Dabei war auch festgestellt worden, dass die eingesetzten Busse des Subunternehmers zum Teil nicht den in der Ausschreibung festgelegten Kriterien entsprachen. In diesem Zusammenhang wurden auch Vertragsstrafen verhängt.

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