Klausurtagung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Nienburg

Der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Nienburg/Weser traf sich zu seiner jährlichen Klausurtagung. Unter der Leitung von Petra Bauer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Nienburg/Weser, kamen die Kolleginnen im Scheunenviertel in Estorf zusammen.

Zu Beginn des Treffens begrüßte Bauer als besonderen Gast Landrat Detlev Kohlmeier. Jens Beckmeyer als ansässiger Bürgermeister der Samtgemeinde Mittelweser hatte sich aufgrund seines Urlaubs entschuldigt.

Zu Beginn der ersten gemeinsamen Runde mit Landrat Kohlmeier stellten sich die Kolleginnen vor und sprachen ihre Anerkennung darüber aus, dass seit der Klausur

im vergangen Jahr vier Kommunen die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten neu- oder nach längerer Vakanz wiederbesetzt haben.

Aktuell gibt es lediglich eine Vakanz und ich bin sehr zuversichtlich, dass sich auch dort eine Lösung finden wird“, so Bauer.

Die Gleichstellungsbeauftragten stellten ihre sehr unterschiedlichen Anstellungsmodelle vor, die von Festanstellung mit voller Stelle über Nebenamt mit Ehrenamt bis zu reinem

Ehrenamt reichen. Weitergehend sprachen sie die daraus resultierenden Möglichkeiten und Grenzen, den gesetzlichen Auftrag umzusetzen, an.

Themen, die auch von Landrat Kohlmeier aufgenommen wurden, waren das ab 2019 erneut beginnende Mentoring-Programm „Politik braucht Frauen“ sowie grundsätzliche, strukturelle Fragen im Bezug auf Gleichstellung.

Die Frage, ob nicht auch Jungen und Männer gefördert werden müssten und deshalb auch Männer die Aufgabe der Gleichstellung übernehmen sollten, wurde ebenso diskutiert wie die Ursachen, die Anlass zum Equal Pay Day sind.

Nach eineinhalb Stunden bedankten sich die Gleichstellungskolleginnen beim Landrat Kohlmeier für das entgegengebrachte Interesse und verabschiedeten ihn mit der Bitte, die Anerkennung über die positive Entwicklung der Besetzung von Gleichstellungsbeauftragten in den einzelnen Kommunen des Landkreises gerne auch an die Hauptverwaltungsbeamtin sowie die Hauptverwaltungsbeamtin weiterzugeben.

Im weiteren Verlauf der Klausur setzen sich die Kolleginnen bedingt durch die zahlreichen Neubesetzungen mit den Grundlagen der Gleichstellungsarbeit auseinander. Dabei wurden sowohl Rechte und Pflichten als auch alltäglichen Aufgaben besprochen.

Ergänzend zu den quartalsmäßigen zeitlich kurzen Arbeitstreffen dient der Klausurtag immer auch dazu, die anstehende Jahresplanung der gemeinsamen Projekte des Arbeitskreises der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten zu beginnen. So wurden die Angebote für den 25. November als „Tag gegen häusliche Gewalt an Frauen“ und für den 8. März, dem „Internationalen Frauentag“, angedacht. Ideen wurden besprochen, weiterführende Aufgaben verteilt.

Informelle Gespräche fanden sowohl beim Mittagessen als auch während der kurzen Kaffeepause statt. „Neben dem, was wir für diesen Klausurtag auf der Tagesordnung stehen haben, ist auch der informelle Kontakt untereinander sehr wichtig!“, sagt Bauer.

Jede von uns ist mit ihren unterschiedlichen Stundenanteilen und den Aufgaben, mit denen sie betreut ist, je nachdem ob sie ehrenamtlich oder nebenamtlich tätig ist, so beschäftigt, dass neben all dem fachlichen auch das informelle Miteinander eine große Bedeutung während der Klausur hat.

Die Kollegin der Stadt Nienburg, Sarah Peters, hatte Flyer und Plakate anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland – 1918 – 2018“ für die Kommunen mitgebracht. Letzte Absprachen bezüglich der Umsetzung wurden getroffen, bevor die Klausurtagung gegen 16.15 Uhr endete.

Foto: Privat; von links: Sarah Peters (Stadt Nienburg/W.), Ursula Priggen-de Riese (Samtgemeinde Grafschaft Hoya), Stephanie Schubert (Samtgemeinde Heemsen), Heike Siegel (Samtgemeinde Mittelweser), Landrat Detlev Kohlmeier, Anke Lampe (Stadt Rehburg-Loccum), Irina Meier (Samtgemeinde Liebenau) und Petra Bauer (Landkreis Nienburg/Weser)

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