Witterungsschutz für Pferde

Trotz der derzeit anhaltenden extremen Hitzeperiode sieht man im Landkreis Nienburg noch immer viele Pferde ohne jeglichen Witterungsschutz auf den Weiden stehen. Die Freilandhaltung von Pferden ist grundsätzlich sehr zu begrüßen, jedoch gibt es auch hier einiges zu beachten, um eine tierschutzgerechte Haltung zu gewährleisten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat Leitlinien zur tierschutzgerechten Pferdehaltungen herausgegeben. Diese Leitlinien sollte jeder Pferdehalter kennen, denn sie berücksichtigen neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxiserfahrungen.

Pferde sind Säugetiere mit einem Kreislaufsystem, welches dem des Menschen sehr ähnlich ist. Diese Hitze stellt daher auch für sie eine besondere Belastung dar. Pferde können sogar einen Sonnenbrand bekommen (besonders an Stellen mit weißem Fell) und auch einen Hitzekollaps. Starkes Schwitzen, erweiterte Nüstern und verstärkte Atmung sowie eine erhöhte Körpertemperatur sollten als Anzeichen ernst genommen werden.

Umso wichtiger ist es, den Pferden aktuell die Möglichkeit zu bieten, sich in den Schatten zurückzuziehen. Spätestens, wenn Pferde auf der Weide ruhelos umherlaufen, fortwährend mit Kopf und Schweif schlagen, sollte man prüfen, ob schattige Areale für die Pferde tatsächlich zugänglich sind. Schattenspendende Bereiche, wie von angrenzenden Bäumen, können im Tagesverlauf außerhalb der Weide liegen und somit für die Pferde nicht mehr erreichbar sein.

Nicht zuletzt ist zu berücksichtigen, dass ein Witterungsschutz nur dann seine Funktion erfüllt, wenn er alle Pferde gleichzeitig vor Witterungseinflüssen schützen kann. Eine gute Alternative ist, die Pferde bei diesem Wetter tagsüber im Stall zu behalten und sie stattdessen nachts auf die Weide zu lassen.

Auf der Internetseite des Landkreises Nienburg stehen unter www.lk-nienburg.de/pferdehaltung weitere Informationen zur Verfügung.

Foto: pixabay.com

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