Austausch mit K + S

Am Donnerstag haben sich die Bundestagsabgeordneten der Weseranrainer mit Dr. Burkhard Lohr, dem Vorstandsvorsitzenden der K+S AG, und den Betriebsräten André Bahn und Stefan Böck in Berlin getroffen. Auch die Abgeordneten mit Bergwerksstandorten nahmen an dem Treffen teil. Mit diesem Austausch haben die Abgeordneten ihre Gespräche für eine Verbesserung der Wasserqualität der Weser fortgeführt.

 

Die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers erklärte nach dem Treffen: „Ich freue mich über den offenen und konstruktiven Austausch mit Herrn Dr. Lohr und den Betriebsräten. Wir sind uns einig, dass die Wasserqualität in den Flüssen verbessert werden muss. Als Weseranrainer nehmen wir eine große Ernsthaftigkeit bei K+S wahr, dass man Lösungen voranbringen möchte, die eine Versenkung von Kaliabwässern in die Flüsse ersetzen können. Gemeinsam muss weiter konstruktiv daran gearbeitet werden.“

 

Im Rahmen des Gespräches berichtete der Vorstandsvorsitzende zudem über die aktuellen Projekte und Vorhaben von K+S. Am hessischen Standort in Philippsthal ist vor kurzem ein halbtechnischer Versuch zur Haldenabdeckung gestartet worden. Auf die Ergebnisse warten alle gespannt. Außerdem prüft K+S weitere Lösungswege.

 

Völlers stellt weiter fest: „Wir Abgeordneten haben deutlich gemacht, dass eine sogenannte Pipeline oder Bypass keine ökologische Lösung sein kann. Wir werden den Prozess weiter konstruktiv begleiten und uns mit weiteren Akteuren treffen und beraten.“

 

Hintergrund: Das Thema „Weserversalzung“ begleitet und betrifft alle Weseranrainer bereits seit vielen Jahren. Während viele Flüsse in Deutschland durch vielfältige (Schutz-)Maßnahmen im Laufe der letzten drei Jahrzehnte wieder eine hohe Wasserqualität erreicht haben, bleibt die Weser ein versalzenes Sorgenkind. Die Salzbelastung gefährdet weiterhin die Gesundheit und die Lebensqualität der Anrainer. Auswirkungen sind ein stark angegriffenes Ökosystem und ein Versalzen des Grundwassers. Die niedrigen Pegelstände aufgrund der langanhaltenden Trockenheit machen diese Problematik in diesem Jahr noch deutlicher.

 

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