Völlers bei feierlichem Apell

Nach fast 20 Jahren endete der Einsatz der Bundeswehr im Feldlager Prizren im Kosovo. Die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers war am 4. Oktober 2018 beim feierlichen Appell zum Abschied der deutschen Truppen dabei. Das Feldlager Prizren wurde an die kosovarische Regierung übergeben. Dort soll jetzt ein Innovationszentrum für Bildung und Kultur entstehen. Für den Großteil der deutschen Soldatinnen und Soldaten endet damit der Einsatz im Kosovo. Nur ein kleiner Teil der Truppen zieht in das Camp Film City in der Hauptstadt Pristina um und wird dort kosovarische Sicherheitskräfte bei der Ausbildung beraten.

„Als ich in der achten Klasse war, habe ich das deutsche Engagement im Kosovo 1999 vor dem Fernseher miterlebt. Es freut mich, so viele Jahre später bei der Verabschiedung aus Prizren dabei sein zu dürfen. Ich danke allen Einsatzkräften, die über fast zwei Jahrzehnte ihren Dienst für einen langfristigen Frieden und Stabilität im Westbalkan geleistet haben“, so Völlers.

Die Bundestagsabgeordnete begleitete Thomas Silberhorn, den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, bei seiner Reise nach Montenegro und in den Kosovo. In Montenegro übergab Silberhorn sechs neue Fahrzeuge des Typs Enok an die Streitkräfte Montenegros. Montenegro ist das jüngste Mitglied der NATO.

Die Bundesrepublik beteiligt sich seit dem Ende des Krieges 1999 im Kosovo an der Kosovo Force (KFOR), die von der NATO geführt wird. Aufgabe der KFOR ist es, ein sicheres Umfeld im Kosovo aufzubauen und zu erhalten. Seitdem sich der Kosovo 2008 für unabhängig erklärt hat, unterstützt die KFOR die Entwicklung von professionellen demokratischen und multi-ethnischen Sicherheitsstrukturen. Für die deutsche Bundeswehr ist es der bisher längste Einsatz in ihrer Geschichte.

(Foto: Bundeswehr /Christian Thiel)

 

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